TEACH & TRAIN

Präsentieren bedeutet, mit Menschen zu sprechen.

Category: voice

Letzte Reisevorbereitungen

TAT-20170913-VokabellisteNoch eine knappe Woche bis zu den Prüfungen. Kommen Sie gut an!

Back to basics

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Es muss nicht immer das ganz große Körper-Sprache-Drama sein. Wir brauchen auch nur selten das volle Hollywood’sche Farbspektrum. Uncanny Valley, anyone? Niemand muss auf der Bühne auf den Knien herumrutschen oder sich das Hemd vom Leib reißen. Auch das Publikum muss nicht ständig zum Mitmachen und munteren Händerecken aufgefordert werden.

Es reicht, wenn Ihr Text uns zum Mitdenken einlädt. Es reicht, wenn Ihr Text unsere Köpfe in Bewegung bringt, es reicht, wenn Ihr Text so singt und herzschlägt, dass Sie ihn uns eigentlich auch im Sitzen erzählen könnten: auf der Parkbank, im Café.

Fahren Sie die Show einfach mal ein bisschen runter.

Sie werden sich wundern, wie gut das allen tut.

Auch Ihnen selbst.

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Ohne Worte

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Cat walk

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Bildquelle: Lost Cat. A True Story of Love, Desperation, and GPS Technology von Caroline Paul & Wendy MacNaughton (2013).

Sie sehen: Katzen sind auch nur Menschen. – Und jetzt kommen Sie bitte hinter dem Pult hervor, legen Schlüssel, Stift und Kärtchen aus der Hand, weil Sie die alle nicht für Ihren Vortrag brauchen – und alles, was Sie nicht brauchen, hilft sowieso nicht – gehen ein paar Schritte auf uns zu, genau, bis in die orange Wasserzone mindestens, denken daran, wie gut Sie kochen oder rückwärts einparken können oder wie schön es gestern im Schwimmbad war, als die Kraniche ihre Kreise über Ihnen zogen, lassen das Lächeln zu, das sich gerade in Ihr Gesicht zaubern will, sehen uns an, stellen sich uns bitte *nicht* nackt vor, weil das Ihr Lächeln in den meisten Fällen nur wieder entzaubern oder Sie völlig aus dem Konzept bringen würde, freuen sich darauf, dass Sie gleich präsentieren *dürfen* – und ja, so ein Re-Framing hilft – spüren nochmal nach, ob Ihre Schultern und Beine verkrampft oder entspannt sind – und der Rest von Ihnen? – atmen dabei bewusst über das Zwerchfell ein und auch wieder aus und wieder ein und sagen dann endlich das, worum es im Vortrag geht, denn man kann es auch übertreiben mit Self-care und Achtsamkeit* und dem sich liebevollen Kümmern ums innere Mause-Ich beim Vortrag, denn so schaffen wir uns nur die nächste Kuschelkistenzone, aus der wir nicht herauswollen. Nachher dürfen Sie auch wieder in den Pappkarton zurück oder auf Ihr Smartphone gucken; versprochen.

*) Stimm- und Atemübungen und Entspannungstechniken sind natürlich wichtig. Sie wirken eher langfristig. Jeden Tag ein paar Minuten (wie Zähneputzen) sind besser als nur ab und an eine halbe Stunde. Sich noch kurz vor dem Vortrag warm- und wachsummen hilft aber auch und zwar besser als Bachblütenrettungstropfen. Lernen Sie, Ihren Körper und Ihre Stimme als Ressource zu betrachten. Die können Sie auch nicht vergessen.

Eine kleine Sammlung hilfreicher Übungen zum Lesen und Hören finden Sie auf Starke-Stimme, ein kurzes Video zu Stimmbildung und Körperspannung habe ich schon früher hier auf TAT verlinkt.

Daenerys, my dear #2

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Mein Lieblings-Ressourcensatz aus dem Coaching (siehe Novemberposting) endlich mit Bild. – Danke, Noun Project. Danke, Küchentisch.