TEACH & TRAIN

Präsentieren bedeutet, mit Menschen zu sprechen.

Kategorie: delivery

Evaluate, my dear

Vortragsprofil

Immer noch auf der Suche nach dem schnellsten/besten Evaluationstool für Vorträge und Pitches. Meins für Gründervorträge hat zehn fröhliche Aspekte. Geht grad so. Eine Jury ist mit mehr als zehn Fragen überfordert. Wäre ich auch. Wer nur Kleinkariertes ankreuzt, kann nicht zuhören. Momentan neige ich zu einer Profillinie. TOLL – OK – NÖ. Ist aber auch DIN-A4-lang-unhandlich. Quer wäre schöner. Noch schöner wäre etwas, wofür man nicht Berge von Papier bräuchte. Was man aber trotzdem einsammeln kann. Karten laminieren? Aber laminiert schmiert. Und ich möchte kein Voting-System via Smartphone. Wer tippt, hört und sieht nicht zu. Für mich selber löse ich das Dilemma meist mit meinen Cabochons. Schneller geht kaum. Aber nicht für eine Jury/Gruppe … Obwohl … Mal sehen. Bald ist Advent. Advent ist Bastelzeit.

Projektstudientage

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Zweimal im Jahr sind Projektstudien. Zweimal im Jahr darf ich mit einer Gruppe von Studierenden/Gestaltern sechs Wochen lang an einem Thema arbeiten und alle und alles finetunen und optimieren. Nach sechs Wochen sind wir alle vollkommen übermüdet und blass unter den Augen. Es ist Vollmond und Grippe. Ich arbeite Doppelschichten. Die Studis auch. Wir kämpfen mit Fremdrechnern und Hörsaaltechnik.

Unsere Texte aber; und unsere Folien.

Sie sind so, dass ich zweimal im Jahr Tränen in den Augen habe. – Eine kommt noch einmal zurück heute nach der Generalprobe und rettet mein Arbeitsleben.

Wir kommen so gerne zu Ihnen, sagt sie, weil Sie uns immer glasklares Feedback geben. Es ist nicht immer angenehm, aber damit können wir wenigstens arbeiten. Sie reden mit uns auf Augenhöhe. Sie nehmen uns immer als Menschen wahr.

Viel schöner könnte ich es mir nicht wünschen.

Präsentieren bedeutet, mit Menschen zu sprechen.

Lehren und Coachen und Unterrichten aber auch.

Danke. Alles Gute, Kinder. Viel Erfolg!

Available Light, again

Erster Tag des neuen Semesters. Neue Gesichter, alte Ängste und Sorgen. – Zum Thema Vortrag ist eigentlich alles gesagt, sage ich und merke, dass ich es genau so meine. Besser, neu, anders, motivierend, gehirngerecht präsentieren. Alles nur Facetten und Verpackung. Das einzig wirklich Neue ist neue Technik.

Wir Menschen sind uns uralte Tiere.

Ich greife in die alte, zuverlässige Schublade aus Lichtbeton.

Available light

Bevor sie wie sonst sagen können: Ah! Oh! Wie schön!, greift einer ein und vor und sagt: Das kenne ich. Das ist das coolste Zeugs der Welt.

Was für ein wunderbarer erster Satz.

– So geht Vortrag. –

Spannungsbogen

7-IMG_7400Geschichten und Vorträge brauchen einen Spannungsbogen, lernen wir jedes Mal aufs Neue, wenn ein Vortrag mit erdrückender Faktenlastigkeit beginnt. Nein, wir wollen nicht zuerst die Darsteller eines Filmes aufgelistet bekommen, wir wollen wissen, worum es geht. Sie selber aber brauchen auch Spannung. Wer total tiefenentspannt nach vorne schlurft, ist nicht in bester Form. Spannung überträgt sich. Spannung ist eine innere und äußere Haltung. Es ist wie bei einem Flitzbogen oder bei einem Geigenbogen. Ohne Spannung keine Musik, keine Dynamik, kein Schwung. Ohne Spannung fallen Ihnen Ihre müden Worte auf die Füße, statt uns zu erreichen.
1-IMG_7386Introducing the Fliederhörnchen. Ja, es hat Angst. Seine Ohren sind ganz besonders aufgeregt. Aber es hat auch Hunger. Der Winter war lang. Es traut sich also was. Es kommt raus aus seiner Komfortzone.
6-IMG_7399Und wenn alles gut geht, kann es später noch ein wenig entspannt an der Bar abhängen – »Noch’n Korn!« – und Abenteuergeschichten erzählen. 3-IMG_7392

Bis die Elster kommt.

Wake me up, before I go-go

1-IMG_6678.JPGWACH ist ein gutes Vortragswort. Oder zwei.

Immer da, wo wir ACH sagen, sind wir nämlich WACH und bei der Sache.

Alles Gute für die Projektstudien diese Woche!