TEACH & TRAIN

Präsentieren bedeutet, mit Menschen zu sprechen.

Projektstudientage

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Zweimal im Jahr sind Projektstudien. Zweimal im Jahr darf ich mit einer Gruppe von Studierenden/Gestaltern sechs Wochen lang an einem Thema arbeiten und alle und alles finetunen und optimieren. Nach sechs Wochen sind wir alle vollkommen übermüdet und blass unter den Augen. Es ist Vollmond und Grippe. Ich arbeite Doppelschichten. Die Studis auch. Wir kämpfen mit Fremdrechnern und Hörsaaltechnik.

Unsere Texte aber; und unsere Folien.

Sie sind so, dass ich zweimal im Jahr Tränen in den Augen habe. – Eine kommt noch einmal zurück heute nach der Generalprobe und rettet mein Arbeitsleben.

Wir kommen so gerne zu Ihnen, sagt sie, weil Sie uns immer glasklares Feedback geben. Es ist nicht immer angenehm, aber damit können wir wenigstens arbeiten. Sie reden mit uns auf Augenhöhe. Sie nehmen uns immer als Menschen wahr.

Viel schöner könnte ich es mir nicht wünschen.

Präsentieren bedeutet, mit Menschen zu sprechen.

Lehren und Coachen und Unterrichten aber auch.

Danke. Alles Gute, Kinder. Viel Erfolg!

Available Light, again

Erster Tag des neuen Semesters. Neue Gesichter, alte Ängste und Sorgen. – Zum Thema Vortrag ist eigentlich alles gesagt, sage ich und merke, dass ich es genau so meine. Besser, neu, anders, motivierend, gehirngerecht präsentieren. Alles nur Facetten und Verpackung. Das einzig wirklich Neue ist neue Technik.

Wir Menschen sind uns uralte Tiere.

Ich greife in die alte, zuverlässige Schublade aus Lichtbeton.

Available light

Bevor sie wie sonst sagen können: Ah! Oh! Wie schön!, greift einer ein und vor und sagt: Das kenne ich. Das ist das coolste Zeugs der Welt.

Was für ein wunderbarer erster Satz.

– So geht Vortrag. –

Living by numbers

Picular. Google, but for colors.

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13 Near Misses [Final Edition 2018]

Portrait-Anke-WebGanz langsam kommen wir voran.

Wir: Das sind ich, die Autorin und Steven, mein wunderbarer Zeichner
Portrait-Steven-Web

Jede neue Doppelseite für eins meiner Gedichte ein neues Geschenk.

Jetzt brauchen wir aber auch uns, sage ich. Und bekomme uns.

Ich kämpfe noch immer mit dem Vorwort. Es ist viel zu lang und Meta und will ein eigenes Buch sein. Ich schreibe aber kein Buch, sondern ein Präsentations-Bilderbuch. Light-hearted, light-headed. 

Es gibt schon viel zu viel schwerfällige Präsentationsliteratur.

Also tue ich das, was ich all meinen Near Misses und Lost Boys rate. Kill your darlings. Ab da ist es einfacher.

Ich habe ja immer noch das ganze große weite Web für all die ungefragten FAQs. Und selbst das notorische, unabdingbare Badewanneninterview (für die Jüngeren unter uns: Google The Commitments) findet irgendwo seinen Platz.

Heißt: Ich lagere einfach aus. Nach hier oder dort oder somewhere very else. Und genau so geht Vortrag: Reduktion, Relevanz, ganz wenig Redundanz.

Ich aber sage in jedem Fall ganz sicher noch Bescheid. Denn so geht Buch.

Spannungsbogen

7-IMG_7400Geschichten und Vorträge brauchen einen Spannungsbogen, lernen wir jedes Mal aufs Neue, wenn ein Vortrag mit erdrückender Faktenlastigkeit beginnt. Nein, wir wollen nicht zuerst die Darsteller eines Filmes aufgelistet bekommen, wir wollen wissen, worum es geht. Sie selber aber brauchen auch Spannung. Wer total tiefenentspannt nach vorne schlurft, ist nicht in bester Form. Spannung überträgt sich. Spannung ist eine innere und äußere Haltung. Es ist wie bei einem Flitzbogen oder bei einem Geigenbogen. Ohne Spannung keine Musik, keine Dynamik, kein Schwung. Ohne Spannung fallen Ihnen Ihre müden Worte auf die Füße, statt uns zu erreichen.
1-IMG_7386Introducing the Fliederhörnchen. Ja, es hat Angst. Seine Ohren sind ganz besonders aufgeregt. Aber es hat auch Hunger. Der Winter war lang. Es traut sich also was. Es kommt raus aus seiner Komfortzone.
6-IMG_7399Und wenn alles gut geht, kann es später noch ein wenig entspannt an der Bar abhängen – »Noch’n Korn!« – und Abenteuergeschichten erzählen. 3-IMG_7392

Bis die Elster kommt.