TEACH & TRAIN

Präsentieren bedeutet, mit Menschen zu sprechen.

Kategorie: visualisation

First loves, last rites

Viele Wege führen zum Ziel. Fast alle meine Wege führen über Keynote. Es atmet sich dort so leicht, wenn es schnell gehen muss; und beim Vortrag sowieso. Warum sich WordPress beim Video ausgerechnet den buckeligen Geier als Startframe aussucht, bleibt hingegen ein Geheimnis.

Problems & Solutions

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Meine erste Lösung für eine neue Gründer-Coaching-Übung ist noch etwas babbisch und klebrig und kein bisschen akkurat. Das ist oft so bei ersten Lösungen. Feilen Sie also bloß nicht zu lange herum am allerersten Entwurf. Feinheiten und Präzision kommen später. Vieles kann man auch delegieren. Fototransferarbeiten zum Beispiel. Ein  Klötzchen ja. 52 eher nein.

Wichtig ist, dass Sie überhaupt eine Idee haben. Ohne Ideen lebt man sehr einsam. Ideen sind freundliche Tag- und Nachtbegleiter. Katzen eben. Wenn Sie anderen von Ihrer Idee erzählen, verzichten Sie doch mal mutig auf Glühbirnen und – weil noch schlimmer – Sparglühbirnen: Das sind die ewig Untoten der Ideen-Visualisierung.

Let’s do the Time Warp again

It’s astounding … Aber was keiner versteht, interessiert auch keinen. Die meisten Videos/Simulationen zu den Gravitationswellen waren wenig hilfreich. Caltech macht das sehr viel besser. Ohne Ton.

Hier die Simulation:

Alles klar? Nein? Bitte doch etwas Text?

Die fehlenden Erklärungen auf Youtube gleich unter dem Video.

[Show More:

»Near the black holes, the colors depict the rate at which time flows. In the green regions outside the holes, time flows at its normal rate. In the yellow regions, it is slowed by 20 or 30 percent. In the red regions, time is hugely slowed.

Our universe’s space, as seen from the hypothetical higher-dimensional universe, is dragged into motion by the orbital movement of the black holes, and by their gravity and by their spins. This motion of space is depicted by silver arrows, and it causes the plane of the orbit to precess gradually.«]

Simulation: SXS (Simulating eXtreme Spacetimes)
http://www.black-holes.org/

#BoschUniHackathon #5

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Verlasst euch nicht auf eine Real-Live-Demo, sage ich immer und auch diesmal. Das sagen wir Entwicklern ungefähr seit hundert Jahren. Aber es ist immer wieder zu verlockend: Eine Kamera, die an einem Projektor hängt. Eine Kamera, die ein Device ansieht, auf dem mein Herzschlag zu sehen ist. Ein Device, dass ich mit meinem Smartphone steuern kann. Könnte. Will. Würde. Wenn nicht immer irgendwas schief geht. Verlasst euch nicht auf Technik. Verlasst auch nicht auf Live. Nicht, wenn ihr dafür umstöpseln müsst. Verlasst euch nicht auf Kabel. Sie werden euch im Stich lassen. Verlasst euch nicht auf Rot. Es wird nicht zu sehen sein. Ihr plant für das Endgerät. Das Endgerät ist der Projektor. Ältere Projektoren können keine warmen Farben. Zimt ist Zitrone. Je länger der Weg, umso saurer die Zitrone. – Plan B: Filmt eure Anwendung ab und baut das in die Präsentationsfolien ein. Drag & Drop. – Ab da kann es nur noch an Veranstaltern scheitern, die sagen, ihr müsst auf ihrem Anno-dazumal-Rechner präsentieren. (Disclaimer: Hier durften alle den eigenen Rechner benutzen!) – Plan C: Zwei Projektoren. Das mit den Farben gilt dann leider immer noch. – Plan D: Ein interaktives PDF aus InDesign heraus erzeugen. Irgendwie bekommt man das meistens zum Laufen. Außer, ihr habt die Lautsprecher vergessen. Oder die sicherheitseinstellungen auf dem Fremdrechner mögen euch nicht. – Plan E: Einfach weitermachen. Das ist eigentlich immer der Oberhammerplan. Auch dann, wenn die fremde Fernbedienung sich erst jahrelang mit eurem Notebook verständigen möchte. – Plan F: Habt eine eigene Fernbedienung: Eine Kensington! Die kann nur vier Dinge: Vorwärts, rückwärts, dunkel, Laser. Drei reichen auch. Spart 20 Euro. – Plan G: Geht Kaffeetrinken.

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#BoschUniHackathon #3

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Schönes Vorher-Nachher-Beispiel: Team RescLaner. (Leider fehlen mir bei allen Teams die Real-Namen, wer das ergänzen mag: Bitte!)

Das Team will Leben retten helfen. Es dauert ein wenig, bis wir von der Featurelist weg und zu den relevanten Zahlen kommen. Aber dann geht es ganz schnell, sie haben gut recherchiert:

Vier Minuten – 40% bessere Rettungschance erklärt sie. Wie viele Leben sind das im besten Fall? 400, sagt sie. Das verstehe ich, das kaufe ich und das würde ich auch crowdfunden. Damit haben wir den Einstieg. Und dazu brauchen wir keine Folie mit dramatischen Fotos oder eine undramatische Tortengrafik. Nur eine schwarze Folie, eine sichere Stimme und präzise Zahlen. »4 Minuten sind 400 Leben. Die könnten wir retten, wenn …«

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Schade, dass sich das Team zu sehr auf die eigene Absicherung und das Ablesen versteift hat, besonders am Ende.

Loslassen! Auch die eigene Angst.

Visionen muss ich im Kopf haben, nicht auf dem Papier. Trotzdem kann man auch das üben. Gut gelesen ist besser als schlecht frei gesprochen.

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