My Leica is not your Leica

by anketroeder

Die junge Vortragende spricht über ihren Weg in die Soziale Arbeit. Schon mit 14 hatte sie eine Leica. Und ab da war alles anders.

Auch bei mir ist ab da alles anders. Denn ich habe keine Leica. Ich hätte aber sehr gerne eine Leica. Andererseits ist eine Leica für Krähenporträts vielleicht nicht das perfekte Werkzeug. Aber das Licht! Aber was, wenn ich unterzuckere und die Leica fallenlasse? Meine alten Kameras sind alle blutverschmiert und erdnussstaubig. Gestern erst …

Wie bitte? 

Ach so! Die junge Vortragende gibt gerade ihre Leica herum.

Es ist nur keine.

Denn es ist, wie es so oft ist beim Vortrag, und man hat sich verhört, weil man einen Begriff oder eine Abkürzung nicht kennt oder nicht genau versteht .

COIK: clear only if known.

Und schon ist man auf seiner ganz eigenen Reise, weil Köpfe immer ihre eigenen Abkürzungen suchen, wenn ihr uns nicht an die Hand nehmt.

Ach so, sage ich. Eine JULEIKA. Eine Jugendleiterkarte.

Ich bin fast ein wenig enttäuscht und denke an die Leica, die einer jungen Journalistin, die ich sehr schätze, erst vor wenigen Tagen gestohlen wurde und die ihr soziales Netz so wunderbar unterstützt hat. Jetzt habe ich auch einen winzigen Anteil an einer Leica. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte. Meine, nämlich.

Damit ich Ihre Geschichte besser verstehen und hören kann, müssen Sie sie mir einen Hauch deutlicher formulieren und erzählen: Hier entlang. Komm! Jetzt nicht zum Fotografieren, sondern zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.