Körpersprache mal wieder

by anketroeder

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Mal wieder so ein Posting irgendwo, und ich verlinke den Unsinn gar nicht erst, über Vortrag und Körpersprache und reibt euch bloß nicht am Kinn, denn das bedeutet ja Nachdenken oder Hängenbleiben …

Ach, Kinder. Nichts bedeutet (mehr) irgendwas. Alles deutet immer nur (noch) auf etwas hin. Und manches ist (für immer und ewig) vollkommen irrelevant.

Das ABC der Körpersprache ist keins. Außer bei Eichhörnchen. Ein Zeichen ist ein Zeichen aber noch lange kein Muster. Es gibt kein A = B. Es gibt nur Vermutungen: Wenn A *und* B, dann vielleicht C.

Und selbst wenn: Dann ist einer halt nervös. Dann ist eine halt schüchtern. Solange der Text Flügel hat und die Bilder singen, solange guckt doch sowieso keiner auf eure Hände oder Füße, weil euch alle nur zuhören.

Lasst doch die Körpersprachewörterbücher dort, wo sie hingehören.
In den 80ern.

  • Lernt lieber, in Körperspannung zu denken: seid präsent und wach.
  • Lernt lieber, mit eurer Stimme zu arbeiten. Stimme muss man üben. Stimme ist ein Wachmacherinstrument. Nur spielt es bitte nicht zu theatralisch.
  • Fangt an, in guten Text zu investieren. Guter Text ist Gold wert. Macht euch Vokabellisten, die euch dabei helfen. Schreibt euch Denkwörterbücher.

Übrigens: Ich darf beim Vortrag ruhig auch mal mhm sagen. Mhm heißt nur: Ich denke nach. Und ich darf auch beim Vortrag nachdenken. Sollte ich sogar. Unbedingt.

Denken ist ziemlich ok.

Die Mhms stören nur, wenn einer sonst nichts zu sagen hat. Erst dann fangen wir an, sie zu zählen. Und eure Tippfehler auf den übervollen Folien. Da hilft euch auch eure einstudierte Gestik nichts und euer Scheinwerfer-Dauergrinsen.