There are stories, and there are stories

by anketroeder

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Wenn Sie mich kennen, wissen Sie, dass ich Geschichten liebe und lebe, mir der Storytelling-Hype der letzten Jahre aber ganz erheblich auf die Nerven geht. Weil ich nicht mag, wenn etwas marktschreierisch vereinnahmt wird, was seinen ganz eigenen, leisen Stellenwert hat. Und auch, weil gute Geschichten das tun müssen, was wir Vorträge nicht tun lassen: mäandern, abweichen, nicht zurückkommen, sich selbst belügen, alles neu erfinden, verdichten, verfärben.

Es geht in Vorträgen also immer viel weniger darum, eine Geschichte zu erzählen, als seine ganz eigene Geschichte zu kennen. Trotzdem war der Auftakt der Storytelling-Reihe unseres Centre for Entrepreneurship bei HAWK plus ein ganz wunderbarer. Weil es eben nicht nur um story als strategisches Instrument geht, sondern auch um die Menschen hinter den Geschichten.

Und weil Industrielle alter Schule wie Arwed Löseke mit 46 Jahren Berufserfahrung so entspannt und unprätentiös erzählen. Weil junge Start-ups dagegen so nervös und oft auch myopisch wirken. Schönster Satz heute vielleicht: Und dann gibt man eben der Community, der Gemeinde, die die Arbeitskräfte stellt, etwas zurück.

Daran denken sie ja nur selten, die jungen dynamischen Ich-Hab-Da-Noch-Ne-App-Kinder; was eines Tages von ihnen bleibt.