Affinity, by Serif

31 Jul

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Fast schon eine Suite – Affinity Photo und Designer für den Mac. Für jeweils unter 50 Euro. Der Publisher ist auch schon in Sicht, 2016 ist es soweit. Wer also keine Lust mehr hat, sich mit Adobes Un-Usability und Subskriptions-modellen herumzuärgern, ist hier gut aufgehoben. Zumindest die Mac-Welt ist begeistert.

Ausgeprüft

15 Jul

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Die Prüfungen sind vorbei. Und was haben wir gelernt? Relevanz zählt. Und wenn das Publikum sagt: Jawoll, muss es die Prüferin nicht sagen. Die letzten zwei Wochen mit rund 40 Vorträgen zeigen deutlich, was an Veränderung auch unter den neuen, eingeschränkten Bedingungen möglich ist. Bei fast allen ist vieles besser geworden. Der letzte Tag zeigt aber auch: Mehr Zeit für Einzelberatungen ist besser. Die kleine Gruppe von fünf Studentinnen, mit denen ich individuell und projektorientiert arbeiten konnte, weil sie sich in den letzten und einzigen Kurs mit 4 SWS eingetragen haben, liefert ganz wunderbare Ergebnisse. Fünf Vorträge. Jeder zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Jeder ist anders. Jeder ist spannend. Keiner auch nur im Geringsten anstrengend. Meine geliebte Image-Map als visuelle Gliederung geht übrigens noch immer. Schon weil sie kaum noch wer kennt. Wohin möchten Sie? Ist so verdammt viel souveräner als linear marschiert.

Danke an alle!

Jetzt wieder Ausatmen.  Es folgen die Thesis-Coachings.

COIK #5 (mindestens)

5 Jun

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Schönes Beispiel für COIK (Clear Only If Known) aus der Word as Image-Sammlung.

Marcel Breuer ist Bauhaus. Der Mann hinter dem B3-Stuhl. Wassily anyone?

COIK. 

Word as Image beschreibt ihn einfacher: Breuer hat die Stahlrohrmöbel erfunden, die aussehen wie aus Fahrradlenkern gemacht und die zu einem modernen Möbelklassiker geworden sind.

Ach so!

19 May

Heute im Rumreichenetz entdeckt:

18 Powerful Public Speaking Tips for Absolute Beginners.

Los geht es hiermit: Screen Shot 2015-05-19 at 10.55.52

Wieder so ein Mythos, der sich dumm und hartnäckig hält, spätestens seit Jerry Seinfeld die Ergebnisse einer Studie von 1973, die im Book of Lists 1977 auftaucht, der Witzigkeit halber ein wenig verdrehte. Die Furcht vor dem Reden sei schlimmer als die vor dem Tod. Und zwar für die meisten von uns. Tatsächlich hatten nur mehr Befragte spontan Public Speaking erwähnt als Tod. Das ist nicht dasselbe wie: Ich fürchte Reden mehr als den Tod.

Hier wird in einer Diskussion schön aufgeräumt mit dem Angst-Studien-Mythos: In den Kommentaren alle wichtigen Links und Studien (siehe auch weiter unten), ebenso hier: http://joyfulpublicspeaking.blogspot.de/

Es gibt immer Menschen, denen die Angst so im Nacken sitzt, dass sie nicht öffentlich reden wollen (auch dazu eine Studie in den Kommentaren). Aber das hat andere Gründe als das Reden selber, und um die kümmert sich meistens keiner. Die Angst vor einer Gruppe ist am Ende ja doch die Angst vor sich selbst.

Die 18 Tipps selber sind dann gar nicht schlecht und freundlich formuliert.

Aber wie soll ich jemandem vertrauen, der schon im ersten Satz einer unglaubwürdigen Quelle vertraut? (Und auf der ersten kunterbunten Illustration einen Tippfehler hat?)

Hier die Infos von Richard I. Garber (Joyful Public Speaking) aus dem oben verlinkten Thread auf einen Blick. #thx


“Yes, Seinfeld used comic logic to make a statistic funny and changed it from more people fear to people fear more. The Seinfeld version was on the TV show in 1993 and also appears on Track 14 of the 1998 HBO DVD Jerry Seinfeld Live on Broadway (I’m telling you for the last time”).

I’ve blogged about where the survey mentioned in the 1977 Book of Lists really came from – it was a Bruskin survey done in 1973:http://joyfulpublicspeaking.blogspot.com/2009/10/14-worst-human-fears-according-to-1977.html

There also was another Bruskin-Goldring survey in 1993:http://joyfulpublicspeaking.blogspot.com/2011/05/1993-survey-americas-number-one-fear.html

Brian Tracy’s also been spreading a new ManBearPig version that: “According to the book of lists, 54 percent of adults rate the fear of public speaking ahead of the fear of death” in a couple of his books:
http://joyfulpublicspeaking.blogspot.com/2011/06/how-to-recognize-fictitious-statistic.html

Some people (e.g. reticent college students) really do fear public speaking more than death. McCroskey mentioned this in 2009:http://joyfulpublicspeaking.blogspot.com/2009/10/some-college-students-really-do-fear.html

Pale Blue Dot

18 May

Im Seminar im Zusammenhang mit dem Vortrag von Alexander Gerst erwähnt. Carl Sagan’s Pale Blue Dot, 1994, angeregt durch das weltberühmte Bild von der Voyager I, 1990. Die Erde als Pixel. Viel schöner kann man Rhetorik nicht erklären: die Parallelismen, die Reihungen, die Gegensätze. Hier sitzt jedes Wort, jeder Satz. Immer noch. Vielleicht kann man heute nicht mehr so pathetisch sein. Vielleicht sind wir heute zu cool dafür. Aber wie sonst wollte man über Sterne sprechen?

– We are made of star-stuff. –

Es gibt Versionen des Videos auf YouTube, die den Text mit Bildern hinterlegen, slideshow-mäßig. Nichts davon macht den Text besser. Bilder von KZ-Toten dürfen nicht – klick, weiter – an einem vorbeirauschen. Nie wieder. Bilder brauchen Zeit. Tote brauchen Würde. Dieser Text ist ein Sternentext, aus Sternensicht geschrieben, aus 6 Milliarden km Entfernung.

Die Bilder hier unten machen wir uns selber. Jeden Tag.

Und hier ein Artikel im Atlantic, der zeigt, dass auch dieser Text einmal Arbeit mit dem Rotstift war.

[Look again at that dot. That’s here. That’s home. That’s us. On it everyone you love, everyone you know, everyone you ever heard of, every human being who ever was, lived out their lives. The aggregate of our joy and suffering, thousands of confident religions, ideologies, and economic doctrines, every hunter and forager, every hero and coward, every creator and destroyer of civilization, every king and peasant, every young couple in love, every mother and father, hopeful child, inventor and explorer, every teacher of morals, every corrupt politician, every “superstar,” every “supreme leader,” every saint and sinner in the history of our species lived there–on a mote of dust suspended in a sunbeam.

The Earth is a very small stage in a vast cosmic arena. Think of the rivers of blood spilled by all those generals and emperors so that, in glory and triumph, they could become the momentary masters of a fraction of a dot. Think of the endless cruelties visited by the inhabitants of one corner of this pixel on the scarcely distinguishable inhabitants of some other corner, how frequent their misunderstandings, how eager they are to kill one another, how fervent their hatreds.

Our posturings, our imagined self-importance, the delusion that we have some privileged position in the Universe, are challenged by this point of pale light. Our planet is a lonely speck in the great enveloping cosmic dark. In our obscurity, in all this vastness, there is no hint that help will come from elsewhere to save us from ourselves.

The Earth is the only world known so far to harbor life. There is nowhere else, at least in the near future, to which our species could migrate. Visit, yes. Settle, not yet. Like it or not, for the moment the Earth is where we make our stand.

It has been said that astronomy is a humbling and character-building experience. There is perhaps no better demonstration of the folly of human conceits than this distant image of our tiny world. To me, it underscores our responsibility to deal more kindly with one another, and to preserve and cherish the pale blue dot, the only home we’ve ever known.

– Carl Sagan, Pale Blue Dot, 1994]